Für Gerichte, Fachpersonen und alle Interessierten
Ich verstehe es als meine Aufgabe, den Gerichten klare und fachlich fundierte Gutachten vorzulegen. Auf der Basis meiner Gutachten sollen Entscheidungen getroffen und stichhaltig begründet werden können.
Meine schriftlichen Gutachten erfüllen die „Mindestanforderungen an die Qualität von Sachverständigengutachten im Kindschaftsrecht“, wie sie vom Berufsverband Deutscher Psychologen (BDP) erarbeitet und veröffentlicht wurden (2019).
Nach Absprache und bei Bedarf erstatte ich auch mündliche Gutachten. Bei hoher Dringlichkeit können anstelle umfassender Gutachten auch knappe Stellungnahmen verfasst und im Rahmen von Anhörungen ausführlich erläutert werden.
Die Schwerpunkte meiner Tätigkeit sind Begutachtungen im Kontext von
- Persönlichkeitsstörungen bzw. -akzentuierungen
- ‚besonders auffälligen Kindern‘ und 'sehr jungen Kinder bzw. Säuglingen' (unklare Entwicklungsverzögerungen/-störungen, Behinderungen, Traumafolgestörungen etc.) und
- besonders ‚komplexen und undurchsichtigen familiären Konfliktkonstellationen‘.
Qualifikation und Erfahrung
- Psychologin (M.Sc) – Studium an der FernUniversität in Hagen mit dem Schwerpunkt Familienrechtspsychologie, Masterstudium bis 2019
- Weiterbildung zur „Sachverständigen im Familienrecht – entscheidungsorientiert und lösungsorientiert arbeiten“ (PDB -Psychodiagnostische Beratungspraxis Enno Heyken), Hamburg 2019-2021
- 2,5-jähriges Praktikum beim Lübecker Sachverständigen Herrn Dr. Neuhauss mit Teilnahme an mehr als 40 Verhandlungen an Familiengerichten sowie Teilnahme und Mitwirkung an 180 Explorationsgesprächen/Hausbesuchen und an 70 Informationsgesprächen im Helfersystem der Familien (ca. 15-25 Std./Woche)
- 1,5-jährige Forschungsarbeit zum Thema „Entscheidungsrelevantes Elternverhalten in der Eltern-Kind-Interaktion im Kontext familienrechtspsychologischer Fragestellungen" mit Verfahrensbeiständen, FamilienhelferInnen und UmgangsbegleiterInnen im Kreis Lübeck, Kiel, Neumünster und Rostock
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Fortbildungen
- „Facial Action Coding System“ (Ekman & Friesen) – Erkennen und Codieren emotionalen Verhaltens, Institut für Mimik und Verhaltensforschung, Saarbrücken 2012
- "Heidelberger Marschak-Interaktionsmethode (H-MIM), Aurich 2019
- Beziehungsqualität bei Säuglingen und Kleinkindern mit dem "Care-Index" bewerten (Peter Kälble - u.a. Care-Index Trainer), Lübeck 2022
- Bindungsdiagnostik mit dem "GEV-B. Geschichtenergänzgungsverfahren zur Bindung 5-bis 8-jähriger Kinder" (Frau Professor Dr. Gloger-Tippelt), Online 2022
- Persönlichkeitsstörungen im Kontext familiengerichtlicher Verfahren, Online 2023
- Freiberuflichkeit als psychologische Sachverständige in eigener Praxis seit 2019
- Einzel-Supervision und Fallbesprechung mit Enno Heyken (PDB – Psychodiagnostische Beratungspraxis Enno Heyken Hamburg)
- Selbstreflexion durch psychoanalytische Selbsterfahrung ('Lehranalyse') und Supervision (ca. 300 Stunden im Zeitraum 2019 bis 2023)
- 14-tägige Fallvorstellung mit Fach-Kolleg:innen in Lübeck und Kiel
- Eigene Forschungsarbeit zum Thema 'Autistisches' Elternverhalten bzw. Persönlichkeitsstörungen in Kindschaftsverfahren, seit 2020
Konzept
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Entscheidungsorientierung und auch Lösungsorientierung
Auf der Basis einer fundierten Diagnostik arbeite ich gern eng vernetzt und lösungsorientiert mit den Eltern und Fachpersonen zusammen. Wenn ein „Hinwirken auf Einvernehmen“ entsprechend § 163 Abs. 2 FamFG gewünscht ist, kann das bereits mit den Beteiligten im Vorfeld besprochen werden. Ich unterstütze besonders auch bei Gefährdungsfragen aktiv diejenigen Prozesse, die den Eltern ggf. helfen können, gerichtliche Entscheidungen besser zu akzeptieren, zu verstehen und dadurch kindorientiert umzusetzen.
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Veränderungsorientierte Prozessdiagnostik
Die Veränderungsfähigkeit und -bereitschaft von Familiensystemen sind wichtige Konstrukte für Prognosen. 'Messen' lassen Veränderungsfähigkeit und -bereitschaft z.B., indem- Videoaufzeichnungen von Eltern-Kind-Interaktionen mit den Eltern nachbesprochen werden (Selbstreflexionsfähigkeit)
- 'Probe-Umgänge' initiiert und durchgeführt werden (Kooperationsbereitschaft) und/oder
- gemeinsame Elterngespräche stattfinden (Perspektivenübernahmefähigkeit, Bindungstoleranz und Fähigkeit zur Affektregulation).
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Peer Review
In universitären Forschungskontext ist das Peer Review-Verfahren zu einem etabliertem Werkzeug der Qualitätssicherung geworden. Ich stehe deshalb in engem und regelmäßigen kollegialen Austausch. Meine schriftlichen Gutachten sind immer im Vorfeld durch eine Fachperson gegengelesen und kommentiert worden (Sachverständige PsychologInnen, RichterInnen oder Sachverständige Kinder- und JugendpsychiaterInnen aus Lübeck und Umgebung).